Anwendungsbeschreibung

Die Anforderungen an die Fügetechnologie des Klebens nehmen stetig zu. Immer häufiger werden Materialien, die nicht ohne zusätzliche Oberflächenbehandlung klebbar sind, in den Materialmix aufgenommen. Oftmals ist das Aufbringen eines speziellen Primers die am besten geeignete und häufig auch die einzige Methode um eine optimale Haftung eines Klebstoffes auf dem entsprechenden Werkstoff zu erreichen. Dieser anspruchsvollen Aufgabe stellt sich die Jowat SE schon seit Jahren erfolgreich. Primer sind ein wichtiger Partner im Klebverbund und erfordern ein erhebliches Maß an Entwicklungs-Know-how und anwendungs-spezifischen Kenntnissen. Durch Einsatz eines Primers wird eine erhebliche Verbesserung der Klebbarkeit einer Oberfläche herbeigeführt: Und das auf Basis einer wenige Mikrometer dünnen Primerschicht.

Primer kommen meist dann zum Einsatz, wenn andere Vorbehandlungsmethoden nicht den gewünschten Erfolg bringen, nicht über einen längeren Zeitraum wirksam bleiben oder im industriellen Klebprozess nicht integriert werden können. In erster Linie verbessern Primer die Adhäsion zwischen der Fügeteiloberfläche  und dem Klebstoff. Zusätzlich werden häufig Alterungsvorgänge verzögert und somit die Dauerhaftigkeit einer Klebung deutlich erhöht, weil z.B. eine Unterwanderung des Klebstoffes durch Wasser oder andere Medien wesentlich erschwert oder verhindert wird.

Der Primer ist für den Veredler oft nahezu unsichtbar aber dennoch ein unverzichtbares Hilfsmittel, denn er ermöglicht die Verarbeitung schwierig zu klebender Substrate, sowie unterschiedlichster Werkstoffe auf der gleichen Anlage, ohne dabei einen materialspezifischen Klebstoffwechsel vornehmen zu müssen. In Summe führen geprimerte Produkte zu stabileren und effizienten Produktionsprozessen, wodurch die Mehrkosten für den Primerauftrag kompensiert werden.

Für die Auswahl des richtigen Primers ist ein breites Fachwissen über die verwendeten Klebstoffe (ob wässrige Dispersionen, reaktive oder nicht reaktive Schmelzklebstoffe usw.) von großer Bedeutung. Neben guten Kenntnissen über die Vielzahl der eingesetzten Materialien (wie PVC, ABS, PP, PET, PMMA, Aluminium, Edelstahl) ist aber auch die angewandte Applikationstechnik ein ebenso wichtiger Faktor für eine optimale Primerung.

Jowat bietet ein umfassendes Produktportfolio an lösemittel- und wasserbasierenden Primern für Kantenbänder und Folien in der holz- und kunststoffverarbeitenden Industrie. Entsprechend der Änderungen der Einstufung von Rohstoffen gemäß Reach und den daraus resultierenden Kennzeichnungen bietet Jowat Primer frei von z.B. NMP, NEP, THF und Toluol. Besondere Anforderungen von Kunden und Verarbeitern zu Inhaltstoffen wie z.B. IKEA können  mit modernen Primersystemen erfüllt werden.

Produkt Informationen

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Lösemittelprimer

Basis Viskosität [mPas] /
Temperatur [°C]
Viskosität [s] /
Temperatur [°C]
Feststoffgehalt [%] Adhäsion zu Substraten Download
Technisches
Datenblatt (PDF)
Jowat® 406.19 PU/PVC 140 ± 5 / 20 15,5 ± 1,5 PVC, ABS de en fr
Jowat® 406.41 PU/PVC 140 ± 5 / 20 15,5 ± 2 PVC de en
Jowat® 407.09 EVA/PVC 23 ± 2 / 20 12,5 ± 1,5 / 90 ABS de en
Jowat® 408.48 PU 53,5 ± 2,5 / 20 13 ± 1,5 / 90 PP, PET, ABS de en

wasserbasierte Primer

Basis Viskosität [mPas] /
Temperatur [°C]
Viskosität [s] /
Temperatur [°C]
Feststoffgehalt [%] Adhäsion zu Substraten Download
Technisches
Datenblatt (PDF)
Jowat® 409.12 PU 650 / 20 33.5 PVC, ABS, PP, PMMA, PET, Alu / Stainless steel de en fr
Jowat® 409.45 PU 200 / 20 28 PVC, ABS, PP, PMMA, PET de en

Die aufgeführten Produkte stellen nur eine eingeschränkte Auswahl des vorhandenen Produktportfolios dar. Regionale Einschränkungen bei der Produktauswahl möglich. Angaben zu technischen Daten und Hinweise zu Charakteristika bzw. zur Eignung in unterschiedlichen Anwendungsgebieten verdeutlichen die Unterschiede des Produktportfolios. Bei der Auswahl des für Ihre Anforderungen passenden Produktes unterstützt Sie gerne unsere anwendungstechnische Abteilung oder Ihr Anwendungsberater.

Hinweis: Unsere Angaben auf dieser Seite beruhen auf von uns selbst durchgeführten Laborprüfungen sowie Erfahrungswerten aus der Praxis und stellen keine Beschaffenheitsvereinbarung dar. Aufgrund der Vielzahl von Anwendungen, verwendeten Werkstoffen und Verarbeitungsweisen, auf die wir keinen Einfluss haben, kann aus diesen Angaben sowie aus der Inanspruchnahme unseres kostenlos zur Verfügung gestellten technischen Beratungsdienstes keine Verbindlichkeit abgeleitet werden. Die Durchführung von eigenen Versuchen unter Alltagsbedingungen, z.B. Eignungsversuche unter Produktionsbedingungen und entsprechende Gebrauchstauglichkeitsprüfungen, sind zwingend erforderlich. Die Spezifikationen sowie weitere Informationen sind den aktuellen Technischen Datenblättern zu entnehmen.